Stellenausschreibung Juristische:r Referent:in in Angelegenheiten der Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung (v1/2; beantragt v1/3) - Bundesministerium für Justiz (Wien)
Bundesministerium für Justiz
Organisationsprofil ansehen: Bundesministerium für Justiz- Veröffentlicht auf EVI am 03.11.2026
- Veröffentlicht auf der Jobbörse am 03.11.2026
Stellenausschreibung: Juristische:r Referent:in in Angelegenheiten der Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung (v1/2; beantragt v1/3) - Bundesministerium für Justiz (Wien)
Juristische:r Referent:in in Angelegenheiten der Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung (v1/2; beantragt v1/3) - Bundesministerium für Justiz (Wien)
Bundesministerium für Justiz
In der neu zu schaffenden Kompetenzstelle „Aufsichtsbehörde über die berufs- und standesrechtliche Aufsicht der Rechtsanwältinnen:Rechtsanwälte und Notarinnen:Notare in Belangen der Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung“ im Bundesministerium für Justiz-Zentralleitung gelangt ein Arbeitsplatz (allenfalls mehrere Arbeitsplätze) einer:eines juristischen Referentin:Referenten mit einem Beschäftigungsausmaß von 40 Wochenstunden (Vollbeschäftigung) ehestmöglich zur Besetzung.
Das Dienstverhältnis richtet sich nach dem Vertragsbedienstetengesetz 1948 und wird zunächst für die Dauer eines Jahres eingegangen; bei Vorliegen eines entsprechenden Verwendungserfolges ist die Verlängerung auf unbestimmte Zeit in Aussicht genommen.
Wenn Sie die die Ernennungserfordernisse für den rechtskundigen Dienst gemäß Z 1.19 der Anlage 1 zum Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979 (abgeschlossenes Studium des österreichischen Rechts) abgeschlossen haben und einen wesentlichen Beitrag bei der Erfüllung der Aufgaben der obgenannten Kompetenzstelle leisten möchten, dann zögern Sie nicht und bewerben Sie sich jetzt!
Das Mindestmonatsentgelt in der Entlohnungsstufe 1 einschließlich der Funktionszulage in der Einstiegsstufe beträgt EUR 3.838,60 brutto und kann sich bereits von Beginn an durch anrechenbare Vordienstzeiten erhöhen (beispielsweise beträgt das Monatsentgelt mit Erreichen der Entlohnungsstufe 4 einschließlich Funktionszulage in der Bewertungsgruppe v1/2 in der Regelstufe EUR 5.151,80; in der beantragten Bewertung in v1/3 entsprechend mehr). [SoB]
Grunddaten
- Wertigkeit/Einstufung:
- A1 bzw v1
- Dienststelle:
- Bundesministerium für Justiz
- Dienstort:
- Wien
- Vertragsart:
- Unbefristet
- Beschäftigungsausmaß:
- Vollzeit
- Beginn der Tätigkeit:
- ehestmöglich
- Ende der Bewerbungsfrist:
- 27. November 2026
- Monatsentgelt/bezug mindestens:
- EUR 3.838,60
- Referenzcode:
- BMJ-26-2286
Aufgaben und Tätigkeiten
Unterstützung der Kompetenzstellenleitung bei der Wahrnehmung der Aufgaben des BMJ als Aufsichtsbehörde gemäß § 23c RAO und § 154c NO gegenüber den rechtsanwaltschaftlichen und notariellen Standesvertretungen:
- Mitwirkung an der Entwicklung der für die Aufsichtstätigkeit der Kompetenzstelle erforderlichen strategischen Ausrichtung, verwaltungsökonomischen Prozesse und thematischen Schwerpunkte;
- Sichtung, Überprüfung und Evaluierung der an das BMJ jährlich bzw. (gegebenenfalls) ad hoc zu erstattenden Berichte der Rechtsanwalts- und Notariatskammern über deren Aufsichtstätigkeit im Zuständigkeitsbereich der Kompetenzstelle;
- Planung und Mitwirkung an der Durchführung sowie Überwachung von Aufsichtsmaßnahmen (insbesondere von Weisungen) gegenüber einzelnen Rechtsanwalts- und Notariatskammern im Falle festgestellter Versäumnisse oder Fehlentwicklungen ihrer Aufsichtstätigkeit;
- Unterstützung der Kompetenzstellenleitung bei der Erstellung und Herausgabe aufsichtsbehördlicher Leitlinien für die Rechtsanwalts- und Notariatskammern in Belangen der Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung sowie der Umsetzung gezielter finanzieller Sanktionen;
- regelmäßige Unterrichtung der Rechtsanwalts- und Notariatskammern über jede von der AMLA geplante Tätigkeit oder ausgeführte Aufgabe, die für die Wahrnehmung ihrer Aufsichtsfunktion relevant ist, im Zusammenwirken mit der Kompetenzstellenleitung;
- Unterstützung der Kompetenzstellenleitung bei der Erstellung und Veröffentlichung des Jahresberichts gemäß § 23c Abs. 9 RAO und § 154c Abs. 9 NO.
- Teilnahme an und Vertretung des rechtsanwaltlichen und notariellen Bereichs in den Sitzungen der diversen Gremien der AMLA, wie insbesondere dem AMLA-Verwaltungsrat, dessen internen Ausschüssen, Task Forces und Arbeitsgruppen, soweit die Vertretung nicht durch die Finanzmarktaufsichtsbehörde oder den Österreichischen Rechtsanwaltskammertag und/oder die Österreichische Notariatskammer wahrgenommen wird;
- Durchsicht, Analyse und Konzeption von Stellungnahmen zu den diversen Arbeitsdokumenten und Vorschlägen von Leitlinien, Regulierungsstandards und sonstigen Vorhaben der AMLA samt Koordinierung der österreichischen Position mit dem Österreichischen Rechtsanwaltskammertag und der Österreichischen Notariatskammer;
- Teilnahme an Konsultationen und Expertinnen:Experten-Sitzungen der Europäischen Kommission im Rahmen der Vorbereitung von Vorschlägen für neue Rechtsakte auf dem Gebiet der Geldwäscherei- und Terrorismusbekämpfung im Bereich der Rechtsanwältinnen:Rechtsanwälte und Notarinnen:Notare; Analyse der diesbezüglichen Legislativvorschläge sowie Koordinierung der österreichischen Positionen mit dem Österreichischen Rechtsanwaltskammertag und der Österreichischen Notariatskammer;
- Teilnahme an und Vertretung des rechtsanwaltschaflichen und notariellen Bereichs bei internationalen Länderprüfungen Österreichs (Vor-Ort-Prüfungen; schriftliche Prüfungsverfahren) durch die Financial Action Task Force (FATF), das Counter-Terrorism Committee Executive Directorate (CTED) der Vereinten Nationen sowie sonstige internationale und europäische Institutionen;
- Teilnahme an den Sitzungen und Arbeiten des nationalen AMLA-Vorbereitungsgremiums (insbesondere Mitwirkung an der Koordinierung von gemeinsamen Positionen des Nicht-Finanzsektors);
- Unterstützung der Kompetenzstellenleitung bei der Ausübung des Vorsitzes in der Public Private Partnership („FINA/PPP“) rechtsberatende Berufe mitsamt der damit verbundenen Organisation sowie Vor- und Nachbereitung der regelmäßigen Sitzungen dieser Initiative;
- Beteiligung an (sektorübergreifenden) Sitzungen und Arbeiten temporärer oder permanenter Unterarbeitsgruppen der FINA/PPP rechtsberatende Berufe;
- Mitwirkung an der Erarbeitung sowie Koordinierung der Beiträge zur Nationalen Risikoanalyse und zur Nationalen Strategie zur Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung sowie der entsprechenden Sektorrisikoanalysen der Rechtsanwaltschaft und des Notariats in Abstimmung mit dem Österreichischen Rechtsanwaltskammertag und der Österreichischen Notariatskammer;
- Beteiligung an den Sitzungen und Arbeiten des beim Bundesministerium für Finanzen (BMF) eingerichteten Nationalen Koordinierungsgremiums sowie den verschiedenen weiteren nationalen Gremien und Initiativen zur Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung als Fachexperte/Fachexpertin für den Bereich der Rechtsanwaltschaft und des Notariats;
- Mitwirkung an der laufenden Abstimmung zu allen rechtsanwaltschaflichen und notariellen Belangen der Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung insbesondere mit dem BMF, dem Bundesministerium für Inneres (Geldwäschemeldestelle [A-FIU]), dem Österreichischen Rechtsanwaltskammertag und der Österreichischen Notariatskammer.
- Unverzügliche Unterrichtung des Österreichischen Rechtsanwaltskammertags über Änderungen der Sanktionenlisten der Vereinten Nationen, insbesondere jener des Komitees der Vereinten Nationen gemäß den Resolutionen 1267, 1989 und 2253, sowie die gemäß § 2 Abs. 1 Sanktionengesetz 2024 erlassenen Sanktionen-Durchführungsverordnungen des Bundesministers für Finanzen in Abstimmung mit der Kompetenzstellenleitung.
Beitrag zur Sicherstellung von Rechtsauskünften und sonstiger Amtshilfe an andere Behörden bzw. öffentliche Rechtsträger sowie der Öffentlichkeits- und Medienarbeit im Zuständigkeitsbereich der Kompetenzstelle:
- Erteilung von Rechtsauskünften und Leistung sonstiger Amtshilfe an andere Behörden bzw. öffentliche Rechtsträger;
- Konzeption fachlicher Stellungnahmen zu (Auslegungs-)Fragen in allen Belangen des rechtsanwaltlichen und notariellen Berufsrechts gegenüber den Standesvertretungen im Bereich der Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung sowie der Umgehung und Nichtumsetzung gezielter finanzieller Sanktionen;
- Unterstützung der Pressestelle der Ressortleitung sowie der Stabsstelle für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit bei der Erarbeitung von Informationen für die Öffentlichkeit;
- Mitarbeit an bzw. Revision von Textbausteinen für Internetauftritte, Pressemeldungen und sonstiger Veröffentlichungen öffentlicher Stellen;
- Mitwirkung an einschlägigen nationalen und internationalen Diskussionsforen im Bereich der Geldwäscherei- und Terrorismusfinanzierungsbekämpfung.
Wir bieten Ihnen unter anderem
- flexible Arbeitszeiten (Gleitzeit),
- Möglichkeit auf regelmäßige Homeoffice-Tage,
- großzügige Sonderurlaubsregelung in besonderen Lebenslagen bzw. für bestimmte Anlässe,
- modernes, familienfreundliches Arbeitsumfeld (zertifiziert als familienfreundlicher Arbeitgeber),
- weitreichende Sozialleistungen (u.a. für die Kinderbetreuung),
- zentral gelegene Dienststelle mit ausgezeichneter öffentlicher Verkehrsanbindung,
- großes Angebot an kostenlosen arbeitsmedizinischen Leistungen (Impfaktionen: FSME, HPV, Grippe, COVID, Hepatitis; Melanomcheck etc.),
- Essenszuschuss in Höhe von EUR 2,00 pro Tag (Lebensmittelkarte Pluxee),
- Bio-Essen in der hauseigenen Kantine,
- Öffi-Ticket-Zuschuss
- … und vieles mehr.
Erfordernisse
- allgemeine Aufnahmeerfordernisse gemäß § 3 Vertragsbedienstetengesetz 1948 (österreichische Staatsbürgerschaft oder unbeschränkter Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt, persönliche und fachliche Eignung, volle Handlungsfähigkeit) oder aufrechtes Bundesdienstverhältnis;
- Ernennungserfordernis für den rechtskundigen Dienst gemäß Z 1.19. der Anlage 1 zum BDG 1979 (abgeschlossenes Studium des österreichischen Rechts);
- (Bereitschaft zur Absolvierung der) Grundausbildung für die Verwendungs- bzw. Entlohnungsgruppe A 1 bzw. v1
An besonderen Kenntnissen und Fähigkeiten für diese Funktion werden erwartet:
Fach- und Managementwissen:
- Sehr gute Kenntnisse im Bereich der Rechtsmaterien des eigenen Wirkungsbereichs;
- Kenntnisse im Bereich der rechtsanwaltschaftlichen und notariellen Selbstverwaltung;
- Kenntnisse in der Verwaltung und des Managements der Justizorganisation sowie der aufsichtsbehördlichen Organisation der Rechtsanwalts- und Notariatskammern;
- verhandlungssichere Englischkenntnisse, weitere Fremdsprachenkenntnisse wünschenswert;
- breite und heterogene Koordinationsfähigkeit, Erfahrung in der Koordinierung und Bearbeitung komplexer Aufgabengebiete;
- Verhandlungsgeschick und -fähigkeiten; Erfahrung in Verhandlungen insbesondere auch in europäischen Gremien;
- Initiative und Entscheidungskraft, Durchsetzungskraft, strategische und ressortpolitische Orientierung; Fähigkeit zu analytischem und vernetztem Denken und Handeln, konsequente Zielverfolgung.
Persönliche Anforderungen:
- Aufgeschlossenheit gegenüber neuartigen Herausforderungen und Bereitschaft zu deren Bewältigung; Verantwortungsbewusstsein und Verlässlichkeit;
- repräsentatives Auftreten, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit;
- Fähigkeit zur Alleinverantwortung und selbständigen Entscheidung im Hinblick auf die in den eigenständigen Wirkungsbereich übertragenen Materien;
- Kontaktfreude; Belastbarkeit; Bereitschaft zu internationaler Reisetätigkeit.
Gleichbehandlungsklausel
Der Bund ist bemüht, den Anteil von Frauen zu erhöhen und lädt daher nachdrücklich Frauen zur Bewerbung ein. Nach § 11b bzw. § 11c des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes werden unter den dort angeführten Voraussetzungen Bewerberinnen, die gleich geeignet sind wie der bestgeeignete Bewerber, bei der Aufnahme in den Bundesdienst bzw. bei der Betrauung mit der Funktion bevorzugt.
Bewerbungsunterlagen, Verfahren und Sonstiges
Bewerbungsgesuche sind unter Anschluss eines Lebenslaufes, eines Motivationsschreibens und jener Unterlagen, aus denen die Erfüllung der angeführten Erfordernisse hervorgeht, bis längstens 27. November 2026 (einlangend) an das Bundesministerium für Justiz - Abteilung III 1 (team.pr@bmj.gv.at) zu GZ 2026-0.890.712 zu richten, wobei die Gründe anzuführen sind, die Sie für die Erfüllung der Aufgaben dieses Arbeitsplatzes geeignet erscheinen lassen. Verspätet eingebrachte bzw. nicht vollständige Ansuchen können nicht berücksichtigt werden. Etwaige Kosten (Fahrtspesen etc.) im Zusammenhang mit der Bewerbung bzw. dem Auswahlverfahren können nicht ersetzt werden.
Die in der Bewerbung enthaltenen bzw. im Rahmen des Bewerbungsprozesses bekanntgegebenen personenbezogenen Daten werden vom Bundesministerium für Justiz zur Abwicklung des Bewerbungsprozesses im Sinne der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und der diese begleitenden nationalen Datenschutzbestimmungen verarbeitet.
Das Bundesministerium für Justiz achtet als Arbeitgeber auf Gleichbehandlung aller qualifizierten Bewerber:innen und lädt ganz gezielt auch Menschen mit Behinderungen zur Bewerbung ein.
Kontaktinformation
Bundesministerium für Justiz
Abteilung III 1 - Koordination und Ressourcenverwaltung
Museumstraße 7, 1070 Wien
team.pr@bmj.gv.at, Tel.: +43 1 52152-0
Für inhaltliche Fragen zu den Tätigkeitsbereichen steht Ihnen der Leiter der Abteilung I 6 Leitender Staatsanwalt Mag. Michael Aufner (michael.aufner@bmj.gv.at, +43 1 52152 2275) zur Verfügung.
Verantwortlich für den Inhalt: Bundesministerium für Justiz
Diese Stelle auf: