Stellenausschreibung Hochschullehrperson PH1/Vertragshochschullehrperson ph1 – Geschlechterreflexive diskriminierungskritische Pädagogik
Bundesministerium für Bildung
Organisationsprofil ansehen: Bundesministerium für Bildung- Veröffentlicht auf EVI am 01.10.2026
- Veröffentlicht auf der Jobbörse am 01.10.2026
Stellenausschreibung: Hochschullehrperson PH1/Vertragshochschullehrperson ph1 – Geschlechterreflexive diskriminierungskritische Pädagogik
Hochschullehrperson PH1/Vertragshochschullehrperson ph1 – Geschlechterreflexive diskriminierungskritische Pädagogik
PH Wien
An der Pädagogischen Hochschule Wien gelangt voraussichtlich mit 1. März 2027 nachstehende Stelle für eine Vertragshochschullehrperson/Hochschullehrperson im folgenden Bereich zur Besetzung: Geschlechterreflexive diskriminierungskritische Pädagogik GZ: 2026-0.730.294
In den schulischen und elementarpädagogischen Institutionen in Wien sind mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen lebensweltlich mehrsprachig und haben Migrationserfahrung in ihrer Familie. Das Konzept der Urban Diversity Education (UDE) ist profilgebend für die gesamte Organisation der PH Wien und als prioritäres Entwicklungsfeld in der Pädagog*innenbildung zu sehen. UDE baut auf einem intersektionalen Verständnis auf, in dem migrationsbezogene Dimensionen für das pädagogische Handeln im Dreieck zwischen Kompetenzen, Chancengerechtigkeit und Wohlbefinden ein besonderes Gewicht erlangen und die Expertise im Bereich Diversität, insbesondere hinsichtlich sozialer Milieus und sprachlicher Pluralität, einbeziehen. Die ausgeschriebene Stelle leistet innerhalb dieses intersektionalen Profils einen besonderen Beitrag zur geschlechterreflexiven und diskriminierungskritischen Pädagogik.
Grunddaten
- Wertigkeit/Einstufung:
- PH 1/ph 1
- Dienststelle:
- PH Wien
- Dienstort:
- Grenzackerstraße 18, 1100 Wien
- Vertragsart:
- Befristet
- Befristung:
- 3 Jahre - Mit der Möglichkeit auf Entfristung
- Beschäftigungsausmaß:
- Vollzeit
- Beginn der Tätigkeit:
- 01.03.2027
- Ende der Bewerbungsfrist:
- 02. November 2026
- Monatsentgelt/bezug mindestens:
- PH1: EUR 3.427,30 bzw. ph1: EUR 3.570,30
- Referenzcode:
- BMB-26-3765
Aufgaben und Tätigkeiten
Die Verwendung als Vertragshochschullehrperson/Hochschullehrperson an der Pädagogischen Hochschule erfolgt gem. § 48g des VBG bzw. § 200d des BDG 1979:
- Abhaltung von Lehrveranstaltungen sowie Prüfungen (einschließlich solcher unter Einbeziehung von Formen des Fernstudiums und elektronischer Lernumgebungen) in der Aus-, Fort- und Weiterbildung im ausgeschriebenen Bereich
- wissenschaftlich-berufsfeldbezogene Forschung im ausgeschriebenen Bereich
- Betreuung bei der Abfassung von Bachelor- und Masterarbeiten
- Mitwirkung an Organisations- und Verwaltungsaufgaben, einschließlich der Evaluierung und Qualitätssicherung
- Mitarbeit an der Entwicklung von Bildungsangeboten (Aus-, Fort- und Weiterbildung) im ausgeschriebenen Bereich
- Begleitung von Schulentwicklungsprozessen
Erfordernisse
Die besonderen Erfordernisse für die Entlohnungsgruppe ph1 ergeben sich aus § 48e VBG i.V.m. Z 22a der Anlage 1 BDG 1979 i.d.g.F. Im Bewerbungsschreiben ist die Erfüllung der folgenden besonderen Erfordernisse im Detail aufgelistet anzuführen und die entsprechenden Nachweise der Bewerbung beizulegen:
1) Eine abgeschlossene inländische oder gleichwertige ausländische Hochschulbildung und eine an einer österreichischen Universität erworbene oder gleichwertige ausländische Lehrbefugnis (venia docendi).
ODER
2) die Erfüllung sämtlicher nachstehender Erfordernisse:
a) Erwerb eines Doktorgrades gemäß § 87 Abs. 1 des Universitätsgesetzes 2002 bzw. § 66 Abs. 1 UniStG oder einer gleichwertigen ausländischen Hochschulbildung,
b) eine mindestens vierjährige Verwendung als Hochschullehrperson und Bewährung bei der Erfüllung der Aufgaben gemäß § 200d, wobei auf diese Verwendung eine Verwendung als Universitätslehrer anzurechnen ist,
c) wissenschaftliche oder künstlerische Tätigkeit; diese ist durch Publikationen in national oder international anerkannten wissenschaftlichen Fachmedien, deren Vorliegen mittels vorhergehender Qualitätsprüfung durch das Rektorat mit datierter Bestätigung festzustellen ist, oder durch gemäß einem Gutachten von Expertinnen und Experten gleichzuhaltende Publikationen nachzuweisen.
In beiden Fällen sind eine Publikationsliste und drei der Ausschreibung entsprechende einschlägige Publikationen der Bewerbung beizulegen.
Folgende besondere Kenntnisse und Fähigkeiten werden zusätzlich erwartet:
- Expertise im Bereich Gender Studies mit Schwerpunkten in geschlechterreflektierter Pädagogik, Geschlechtervielfalt, intersektionalen und diskriminierungskritischen Ansätzen sowie einschlägigen sozial- und erziehungswissenschaftlichen Theorien
- Vertiefte Gender- und Diversitätskompetenzen
- Mindestens vierjährige einschlägige Lehr- und Forschungstätigkeit an tertiären Bildungsinstitutionen im Themenfeld Gender, Diversität oder diskriminierungskritische Bildung
- Erfahrung in der Entwicklung und Durchführung von Studienangeboten im Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Erwachsenenbildung
- Kenntnisse über Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen im Kontext Gender unter Berücksichtigung intersektionaler, diskriminierungskritischer, migrationsgesellschaftlicher und medienpädagogischer Zugänge
- Fundierte Kenntnisse des österreichischen Schul- und Bildungswesens
- Erfahrung in Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im ausgeschriebenen Bereich inklusive nationaler und internationaler Vernetzung innerhalb der Scientific Community
- Erfahrung mit multiperspektivischen Zugängen zu Forschung und Lehre
- Bereitschaft zur Zusammenarbeit in organisationsübergreifenden Teams der PH Wien
Gleichbehandlungsklausel
Der Bund ist bemüht, den Anteil von Frauen zu erhöhen und lädt daher nachdrücklich Frauen zur Bewerbung ein. Nach § 11b bzw. § 11c des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes werden unter den dort angeführten Voraussetzungen Bewerberinnen, die gleich geeignet sind wie der bestgeeignete Bewerber, bei der Aufnahme in den Bundesdienst bzw. bei der Betrauung mit der Funktion bevorzugt.
Bewerbungsunterlagen, Verfahren und Sonstiges
Bewerbungsgesuche haben, unter Angabe der Geschäftszahl, innerhalb der Bewerbungsfrist unter Angabe der Gründe, welche die Bewerberin bzw. den Bewerber für die ausgeschriebene Stelle als geeignet erscheinen lassen, ausschließlich online über die Jobbörse/Recruiting der Republik Österreich/Website „Karriere Öffentlicher Dienst“ zu erfolgen (Einstieg für Bundesbedienstete in der Regel über das Serviceportal Bund). Bewerbungen, welche nicht über die Jobbörse der Republik Österreich einlangen, können nicht berücksichtigt werden.
Die Bewerbungsfrist endet am 2.11.2026.
Der Bewerbung sind, neben der Bekanntgabe der persönlichen Daten, geeignete Nachweise über die Erfüllung der vorstehend angeführten Erfordernisse bzw. Umstände anzuschließen.
Folgende Unterlagen sind zu übermitteln:
- vollständige Unterlagen laut Anlage "Allgemeine Ausschreibungsbedingungen an Pädagogischen Hochschulen gem. HG 2005"
- Motivationsschreiben
- drei der Ausschreibung entsprechende Publikationen in elektronischer Form
- Nachweis über Studienabschluss im Tätigkeitsbereich der ausgeschriebenen Stelle
- Nachweis über Berufspraxis im Tätigkeitsbereich der ausgeschriebenen Stelle
- Staatsbürgerschaftsnachweis
- Geburtsurkunde
- aktuelle Strafregisterbescheinigung
- aktueller Sozialversicherungsdatenauszug
- aktueller Meldezettel
- gegebenenfalls Heiratsurkunde
- gegebenenfalls Geburtsurkunde Kinde/r
Das Auswahlverfahren findet an der Pädagogischen Hochschule Wien durch das Rektorat aufgrund der Bewerbungsunterlagen bzw. in Form eines Bewerbungsgespräches, welches am 13.11.2026 ab 14:00 Uhr stattfinden wird. Die genaue Einteilung wird zeitnah bekanntgegeben. Entstandene Kosten im Zusammenhang mit der Bewerbung sind von den Bewerber*innen zu tragen.
Detaillierte Informationen zum Raum und der Uhrzeit der Bewerbungsgespräche erfolgen bis 06.11.2026 und hängen von der Anzahl der Bewerbungen für die Ausschreibungen ab. Entstandene Kosten im Zusammenhang mit der Bewerbung sind von den Bewerber*innen zu tragen.
Das Monatsentgelt/-gehalt (14-mal jährlich) beträgt in Abhängigkeit von der Vorbildung mindestens PH 1 EUR 3.427,30/ph 1: EUR 3.570,30 der jeweiligen Entlohnungsstufe 1/Gehaltsstufe 1 entsprechend dem Beschäftigungsausmaß. Zusätzlich gebührt eine Dienstzulage. Das Monatsentgelt /Gehalt erhöht sich gegebenenfalls auf Basis der gesetzlichen Vorschriften durch anrechenbare Vordienstzeiten.
Kontaktinformation
Kontakt an der PH Wien:
Pädagogische Hochschule Wien
Abteilung Personal
Grenzackerstraße 18
1100 Wien
Kontakt bei technischen Fragen zur Jobbörse:
+43 1 24 242-505999
Verantwortlich für den Inhalt: Bundesministerium für Bildung
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